Materialverwaltung und Lager

Die Materialverwaltung ist Ihr Lagerbestand an Verbrauchsmaterial — Trocknungsmittel, Folie, Klebeband, Rohre, Schläuche, alles, was aus dem Lager auf die Baustelle geht und irgendwann nachbestellt werden muss.
Sie beantwortet zwei Fragen: was ist noch da und wohin ist es gegangen. Denn jede Änderung am Bestand wird als Bewegung mitgeschrieben — mit Menge, Datum und Ihrem Namen. Damit ist eine Bestandskorrektur später nachvollziehbar und nicht nur eine geänderte Zahl.
Wichtig zur Abgrenzung: hier geht es um Ihren Lagerbestand, nicht um die Kosten eines Schadens. Das eingekaufte Material eines Auftrags erfassen Sie im Auftrag unter Materialkosten.

Zu finden im linken Menü unter Lager ▸ Materialverwaltung.

Die Bestandsliste

Die Liste zeigt je Artikel eine Zeile:
  • Artikel – die Bezeichnung, gleichzeitig der Link in die Bewegungsansicht
  • anzahl – der aktuelle Bestand, direkt in der Zeile änderbar
  • einheit – Meter, Kilo, Stück, Eimer — was Sie hinterlegt haben
  • Preis – der hinterlegte Preis, mit Euro-Zeichen, sofern gefüllt
Die Spaltenüberschriften sind anklickbar und sortieren die Liste.
Bestand korrigieren

Das Feld in der Spalte anzahl ist ein Eingabefeld. Sie überschreiben den Wert mit dem tatsächlichen Bestand — beim Verlassen des Feldes wird er gespeichert. Es gibt keine gesonderte Schaltfläche zum Speichern.
Pluvius schreibt dabei nicht nur den neuen Wert, sondern die Differenz als Bewegung mit Ihrem Namen und dem Datum. Aus 40 auf 32 wird also eine Bewegung über -8.
Hinweis:
Sie tragen hier den neuen Gesamtbestand ein, nicht die entnommene Menge. Wer bei einem Bestand von 40 die Zahl 8 einträgt, setzt den Bestand auf 8 — und erzeugt eine Bewegung über -32.

Hinweis:
Für eine so erfasste Korrektur steht in der Bewegungsansicht kein Auftrag, sondern ein -. Am Auftrag hängende Verbräuche und Bestandskorrekturen sind daran unterscheidbar.

Tipp aus der Praxis:
Weil jede Korrektur mit Namen gespeichert wird, taugt die Liste als Inventurwerkzeug: einmal durchs Lager, Zahlen überschreiben, fertig. Wer später fragt, warum 30 Rollen fehlen, findet in der Bewegungsansicht Datum und Bearbeiter statt einer Vermutung.

Einen Artikel anlegen

1. Oben auf Artikel hinzufügen klicken. Das Eingabefeld klappt auf.
2. Die Angaben erfassen:
  • artikel – die Bezeichnung. Pflicht
  • einheit – Meter, Kilo, Stück. Pflicht
  • anzahl – der Anfangsbestand. Pflicht
  • preis – der Preis je Einheit
  • verpackungsmenge – die Abpackung, zum Beispiel 12 bei 12-kg-Eimern
  • mindestmenge – der Bestand, ab dem nachbestellt werden soll
  • externe Bestellnummer – die Artikelnummer beim Lieferanten
3. Mit hinzufügen speichern. Der Artikel erscheint in der Liste.
Hinweis:
Fehlt eine der drei Pflichtangaben artikel, einheit oder anzahl, wird der Artikel nicht angelegt. Statt der Liste erscheint dann das vollständige Formular mit den Fehlermeldungen — es sieht anders aus als das aufgeklappte Feld, gehört aber zum selben Vorgang.

Bewegungen eines Artikels ansehen

Ein Klick auf den Artikelnamen öffnet die Bewegungsansicht. Oben stehen die Bezeichnung und der aktuelle Bestand mit Einheit, darunter die Tabelle aller Bewegungen:
  • Auftrag – bei einem Verbrauch am Auftrag ein Link dorthin, bei einer Bestandskorrektur ein -
  • Mitarbeiter – wer die Bewegung ausgelöst hat
  • Anzahl – die Veränderung, bei Entnahmen negativ
  • Datum
Über Zurück kommen Sie in die Bestandsliste.
Alle Angaben eines Artikels bearbeiten

Das aufklappbare Feld beim Anlegen bietet nur die häufigsten Angaben. Die vollständige Bearbeitungsmaske erreichen Sie über den Artikelnamen in der Kopfzeile der Bewegungsansicht. Dort stehen zusätzlich:
  • NR – Ihre interne Artikelnummer
  • Lieferant – Auswahl aus den angelegten Lieferanten
  • Abteilung – die Abteilung, der der Artikel zugeordnet ist
  • Standort – der Standort, an dem der Artikel geführt wird
  • Lagerbeschreibung – der Lagerplatz
  • Liste – ein Haken, der gespeichert wird, sich in der Oberfläche aber nicht auswirkt
Achtung:
In dieser Maske steht auch die Anzahl. Wird der Bestand hier geändert, entsteht keine Bewegung — die Änderung erscheint später in der Bewegungsansicht nicht. Für Bestandsänderungen ist deshalb immer das Feld in der Bestandsliste zu benutzen.

Wo die Materialverwaltung endet

Damit keine falsche Erwartung entsteht — diese drei Dinge leistet der Bereich nicht:
  • Keine Bestellung. Externe Bestellnummer und Lieferant sind Notizen; Pluvius löst daraus keine Bestellung aus.
  • Keine Warnung bei Unterschreitung. Die Mindestmenge wird nicht überwacht.
  • Keine Materialkosten im Projekt. Was für einen Schaden eingekauft wurde und in der Auswertung als Materialaufwand erscheinen soll, gehört in den Auftrag unter Materialkosten — das ist eine andere Erfassung mit Lieferantenrechnung und Betrag.

Was damit zusammenhängt

  • Materialkosten im Auftrag – dort erfassen Sie eingekauftes Material mit Betrag und Lieferantenrechnung; nur diese Beträge fließen in die Auswertung.
  • Lieferanten – die Auswahl im Feld Lieferant stammt aus den Stammdaten.
  • Abteilungen und Standorte – die Auswahl für die Zuordnung eines Artikels.
  • Geräteliste – der andere Teil des Lagers: Geräte mit Inventarnummer, Seriennummer und Stromverbrauch statt Verbrauchsmengen.
  • Auswertung – der Materialaufwand dort speist sich aus den Materialkosten der Aufträge, nicht aus diesem Lagerbestand.